
„Kreuzberg Kickt“! Unter diesem Motto sollen Jugendliche abends runter von der Straße und ihre Kräfte in einem ganz eigenen Spiel in der Halle messen. Jeden Samstag können sie diese sportliche Herausforderung annehmen.
Der Kooperationspartner dieses Projekts der "Sozialen Stadt" hat sich selbst in einem harten Sport in die 1. Bundesliga empor gekämpft: Der Rugby-Klub 03 aus Weißensee. Für manchen Kreuzberger kommen diese Spieler aus einer anderen Welt.
Das Spiel bei „Kreuzberg Kickt“ erinnert an Straßen-Fußball, jedoch bekommt es durch die Energie und Disziplin des Rugbysports einen besonderen „Kick“. Das Einhalten von klaren Regeln und Fairness bilden dafür den Grundstein. Neben dem Bolzen in der Halle muss sich jeder der kommt also auch ganz praktisch in Toleranz und Offenheit üben.
Das Projektteam muss natürlich die verschiedenen Kreuzberger Kulturen widerspiegeln, denn "Kreuzberg Kickt" sollen die Jugendlichen als Heimspiel erleben. Das Mannschaftsspiel fördert die soziale Kompetenz und stärkt die soziale Identität der Jugendlichen. Das „Kreuzberg Kickt“-Team will den 14- bis 22-jährigen Kreuzbergern damit eine Möglichkeit bieten, sich auf sportlicher Ebene zu messen. Ziel ist es sie nachts von der Straße und raus aus den Spielhallen und Wettbüros zu holen. Dort halten sich viele der Jugendlichen auf um zu zocken; sie verlieren ihr Geld und der Kreislauf der Beschaffungskriminalität beginnt. Vielleicht wird durch dieses Angebot an die Jugendlichen auch die oft angespannte Wohnsituation in der Nachbarschaft verbessert, indem sie sich weniger in Angsträume wie Hinterhöfen aufhalten, dies zumindest versprechen sich die Initiatoren des neuen Projekts im Kreuzberger Wassertorgebiet.
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